Woran erkennt man ein stromsparendes Gerät?

Woran erkennt man ein stromsparendes Gerät?

Die Hersteller von Elektrogroßgeräten sind verpflichtet, als zusätzliche Information für die Kaufentscheidung der Kunden Energie-Label zur Bewertung des Energiebedarfs für ihre Geräte dem Handel zur Verfügung zu stellen. Beim Kauf eines neuen Elektrogerätes achten die Verbraucher heutzutage nicht mehr ausschließlich nur auf die Größe und Ausstattung, auch der Stromverbrauch spielt mittlerweile eine wichtige Rolle. Doch wie erkennt man im Laden, ob ein Elektrogerät ein Stromsparer ist? Um diese Frage zu beantworten, hat die EU ein System eingeführt, mit dem die Verbraucher auf einen Blick sehen können, wie viel Energie das Gerät verbraucht und listet zusätzlich wichtige Verbrauchswerte und verschiedene Schlüssel-Parameter für die jeweiligen Geräteklassen auf. Energieeffizienzklassen nennt sich dieses System. Das EU-Energie-Label muss deutlich sichtbar an der Vorder- oder Oberseite jedes Gerätes im Verkaufs- oder Ausstellungsraum angebracht sein.

Die verschiedenen Energieeffizienzklassen sind schnell erklärt. Auf einer Skala sind die verschiedenen Klassen bezeichnet. Bis zum Jahr 2003 galt die folgende Regelung: Klasse G kennzeichnet die schlechteste, Klasse A die beste Energieeffizienz. Durch den technischen Fortschritt hatten in diesem Jahr jedoch beinahe alle Geräte bereits Klasse A erreicht und eine neue Einteilung wurde erforderlich, sodass in den nachfolgenden Jahren schließlich die Klassen A+ und A++ eingeführt wurden. Dies war noch immer übersichtlich, führte bei vielen Verbrauchern jedoch zu Verwirrungen.

Rein nach den Namen beurteilt, besteht erst einmal kein großer Unterschied zwischen Klasse A und A+. Bei Warengruppen mit größeren Geräten, die permanent am Stromkreis angeschlossen sind, wie etwa Kühlgeräte, bezeichnet A+ jedoch ein Gerät, dass bis zu 20 % weniger als ein Elektrogerät der Klasse A verbraucht. Bei A++ sind es sogar bis zu 40 % weniger Energiebedarf. Ein energiesparendes Gerät mit den neuen Effizienzklassen zu kaufen, lohnt sich daher auf jeden Fall, denn der Kauf macht sich bereits nach kurzer Zeit im Geldbeutel bemerkbar. Inzwischen wurden auch diese beiden Klassen noch erweitert: Seit dem 20. Dezember 2011 gibt es zusätzlich auch noch die Klasse A+++. Diese bezeichnet nun Elektrogeräte, die sogar bis zu 60 % weniger Strom verbrauchen, als Geräte der Energieklasse A.
Bei kleineren Geräten, die nur eine gewisse Zeitspanne mit Strom versorgt werden, verringert sich der Unterschied natürlich deutlich: Bei Staubsaugern beispielsweise beträgt die Differenz zwischen jeder Klasse gerade mal 6 kWh im Jahr – also durchschnittlich etwa 1,58 Euro.

Tatsächlich gelten diese Klassen generell nicht für alle Elektrogeräte. Die neueste Klasse A+++ gilt nur für Gefrier- und Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspüler. Inzwischen sind auch Energielabel für Staubsauger und Leuchten Pflicht.

Die Energieeffizienzklassen im Überblick

Gerät niedrigster Verbrauch höchster Verbrauch

Kühl- und Gefriergeräte
(geändert)

A +++ D
Geschirrspüler
(geändert)
A +++ D
Waschmaschinen und Trockner (geändert) A +++ D
Elektroherde und -backöfen A G
Waschtrockner A G
Staubsauger A G
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